{"id":982,"date":"2026-04-07T13:10:24","date_gmt":"2026-04-07T11:10:24","guid":{"rendered":"https:\/\/privacy4all.de\/startseite\/?p=982"},"modified":"2026-04-07T13:53:41","modified_gmt":"2026-04-07T11:53:41","slug":"damit-datenschutz-zum-gespraech-wird-das-privacy-taboo-kartenspiel-als-werkzeug-fuer-gemeinsame-aushandlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/privacy4all.de\/startseite\/damit-datenschutz-zum-gespraech-wird-das-privacy-taboo-kartenspiel-als-werkzeug-fuer-gemeinsame-aushandlung\/","title":{"rendered":"Damit Datenschutz zum Gespr\u00e4ch wird &#8211; Das Privacy-Taboo Kartenspiel als Werkzeug f\u00fcr gemeinsame Aushandlung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Wir suchen immer neue Beitr\u00e4ge f\u00fcr unseren Blog &#8211; einen Call mit allen relevanten Informationen findet ihr <a href=\"https:\/\/privacy4all.de\/startseite\/call-for-blogbeitraege\/\">hier<\/a>!<\/strong><\/p>\n\n\n\n\n\n<p><strong>Das Privacy-Taboo Kartenspiel als Werkzeug f\u00fcr gemeinsame Aushandlung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>von <a href=\"https:\/\/www.itsec.wiwi.uni-siegen.de\/team\/\" title=\"\">Jenny Berkholz, Sima Amirkhani und Gunnar Stevens<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Digitale Privatheit ist selten ein einfaches Thema. Noch seltener wird in Familien oder engen Gemeinschaften offen dar\u00fcber gesprochen. Wer hat Zugriff auf meine Fotos? Wer darf wissen, wo ich mich gerade befinde? Und wann ist es eigentlich normal, dass digitale Ger\u00e4te im Wohnraum Daten sammeln?<\/p>\n\n\n\n<p>Im Teilprojekt der Universit\u00e4t Siegen im Forschungsverbund <a href=\"https:\/\/www.uni-kassel.de\/forschung\/iteg\/forschung\/bedenutz#c56159\"><em>BeDeNUTZ<\/em><\/a><em> \u2013 Zur St\u00e4rkung der informationellen Selbstbestimmung der Nutzenden im digitalen Verbraucherschutz<\/em> befassen wir uns mit eben diesen Fragen, insbesondere damit, wie Verbraucher:innen digitale Technologien in ihrem Alltag erleben und welche Vorstellungen von Privatheit, Kontrolle und Vertrauen ihre Nutzung pr\u00e4gen. Die Ergebnisse flie\u00dfen sowohl in die Forschung als auch in Ans\u00e4tze der Verbraucherberatung ein. Ziel ist es, die informationelle Selbstbestimmung zu f\u00f6rdern und Menschen zu bef\u00e4higen, souver\u00e4n mit ihren Daten umzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Privatheit als soziale Aushandlung<\/p>\n\n\n\n<p>In unseren Interviews zeigt sich immer wieder, dass Privatheit im Alltag relational entsteht (McDonald &amp; Forte 2020, Akter et al. 2022): Vorstellungen dar\u00fcber, welche Informationen geteilt werden d\u00fcrfen und wo Grenzen liegen, entwickeln sich in sozialen Beziehungen \u2013 zwischen Familienmitgliedern, Mitbewohner:innen, Freund:innen oder Institutionen \u2013 und werden dort kontinuierlich ausgehandelt, auch wenn dies implizit und gelegentlich auch konfliktgeladen geschieht. Hierf\u00fcr haben wir uns \u00fcberlegt, dass man einen Raum schaffen k\u00f6nnte, in dem Menschen ihre eigenen Vorstellungen von Privatheit <strong>spielerisch erkunden<\/strong> k\u00f6nnen \u2013 ohne gleich davon \u00fcberfordert zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Privacy Taboo Kartenspiel: Spielerisch \u00fcber Datenschutz sprechen<\/p>\n\n\n\n<p>Um solche Gespr\u00e4che zu erm\u00f6glichen, haben wir im Projekt das Kartenspiel <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/389117378_Supplementary_Card_Game_Printpdf#fullTextFileContent\">Privacy Taboo <\/a>entwickelt (Berkholz et al. 2025). Im Spiel werden drei Kartentypen miteinander kombiniert: <strong>Stakeholder<\/strong>, <strong>Daten<\/strong> und <strong>Zweck<\/strong>. Spieler:innen ziehen jeweils eine Karte aus jeder Kategorie und erzeugen so eine konkrete Datennutzungssituation. Anschlie\u00dfend diskutieren sie gemeinsam, ob und unter welchen Bedingungen sie diese Nutzung akzeptabel finden. Im Verlauf des Spiels werden einzelne Karten nach und nach ausgetauscht, w\u00e4hrend die \u00fcbrigen gleich bleiben. So entstehen leicht ver\u00e4nderte Situationen, anhand derer sichtbar wird, wo implizite Zustimmungsgrenzen verlaufen. Eine Person kann beispielsweise zustimmen, ihre Kontodaten mit einer Bank zu teilen, dieselben Daten jedoch nicht einer Krankenversicherung oder einem Online-H\u00e4ndler zur Verf\u00fcgung stellen wollen. Durch diese schrittweisen Variationen wird deutlich, wie stark Bewertungen davon abh\u00e4ngen, wer Daten nutzt, welche Daten betroffen sind und zu welchem Zweck sie verwendet werden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:35%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/privacy4all.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/image-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-985\"\/><\/figure>\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:65%\">\n<p>Dabei zeigt sich immer wieder, dass Entscheidungen \u00fcber Datenschutz im Alltag selten rein rational getroffen werden. H\u00e4ufig spielen intuitive Einsch\u00e4tzungen dar\u00fcber, was sich richtig oder falsch anf\u00fchlt, eine wichtige Rolle. Sobald das Kartenset auf dem Tisch liegt, wird das abstrakte Thema Datenschutz f\u00fcr viele Teilnehmende greifbarer. Sie ziehen Stakeholder-, Daten- und Zweckkarten, legen sie nebeneinander und beginnen miteinander zu diskutieren (siehe Abbildung 1).<\/p>\n\n\n\n<p>Sobald Kombinationen wie \u201eEine lokale Wohlt\u00e4tigkeitsorganisation m\u00f6chte Zugriff auf deine Fotos, um sie zu verkaufen\u201c oder \u201eEine Versicherung m\u00f6chte deine Geodaten nutzen, um dir 5 % Rabatt zu geben\u201c auf dem Tisch liegen, l\u00f6sen sie h\u00e4ufig spontane Reaktionen aus. Teilnehmende kommentieren die Szenarien, vergleichen sie mit eigenen Erfahrungen und diskutieren ihre Einsch\u00e4tzungen. Dabei entstehen Gespr\u00e4che \u00fcber Vertrauen, wahrgenommene Grenzverschiebungen und intuitive Bewertungen von Datennutzung im digitalen Alltag. Solche Szenarien regen zur Reflexion an: Ist diese Nutzung akzeptabel? Wem vertraue ich meine Daten an? Welche Risiken erkenne ich und f\u00fcr wen entstehen sie?<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Sobald Kombinationen wie \u201eEine lokale Wohlt\u00e4tigkeitsorganisation m\u00f6chte Zugriff auf deine Fotos, um sie zu verkaufen\u201c oder \u201eEine Versicherung m\u00f6chte deine Geodaten nutzen, um dir 5 % Rabatt zu geben\u201c auf dem Tisch liegen, l\u00f6sen sie h\u00e4ufig spontane Reaktionen aus. Teilnehmende kommentieren die Szenarien, vergleichen sie mit eigenen Erfahrungen und diskutieren ihre Einsch\u00e4tzungen. Dabei entstehen Gespr\u00e4che \u00fcber Vertrauen, wahrgenommene Grenzverschiebungen und intuitive Bewertungen von Datennutzung im digitalen Alltag. Solche Szenarien regen zur Reflexion an: Ist diese Nutzung akzeptabel? Wem vertraue ich meine Daten an? Welche Risiken erkenne ich und f\u00fcr wen entstehen sie?<\/p>\n\n\n\n<p>Einige Teilnehmende sagten nach den Sessions, dass sie mehr \u00fcber ihre eigenen Pr\u00e4ferenzen und die ihrer Mitspieler:innnen herausgefunden haben. Das Spiel bot somit einen niederschwelligen Anlass, miteinander ins Gespr\u00e4ch zu kommen: nicht abstrakt, sondern konkret, greifbar und mit einer Prise Humor, die selbst heikle Themen leichter zug\u00e4nglich machte.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade durch seine Offenheit l\u00e4sst sich das Spiel flexibel einsetzen \u2013 in Forschung, Bildung oder Beratung. Dabei geht es weniger um \u201erichtig\u201c oder \u201efalsch\u201c, sondern darum, <strong>Privatheit als kollektiven Aushandlungsprozess<\/strong> sichtbar zu machen. Das Spiel wird so zu einem Reflexionsraum, in dem ungleiche Perspektiven und Machtverh\u00e4ltnisse deutlich werden, zum Beispiel zwischen Eltern und Kindern, zwischen technikaffinen und zur\u00fcckhaltenden Personen oder zwischen Beh\u00f6rden und Nutzer:innen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"531\" height=\"498\" src=\"https:\/\/privacy4all.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/image.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-983\" srcset=\"https:\/\/privacy4all.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/image.png 531w, https:\/\/privacy4all.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/image-300x281.png 300w\" sizes=\"(max-width: 531px) 100vw, 531px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Abbildung 2: Beispiel f\u00fcr eine gezogene Karten-Kombination: Eine lokale Wohlt\u00e4tigkeits-Organisation m\u00f6chte Zugriff auf dein Mikrofon um die Daten zu verkaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Privatheit im Familienkontext: Ein Tabuthema mit Potenzial<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders spannend ist der Einsatz des Privacy Kartenspiels im<strong> Familienkontext<\/strong>. Gerade in Partnerschaften spielt informationelle Selbstbestimmung eine besondere Rolle, weil digitale Ger\u00e4te und Dienste dort oft gemeinsam genutzt oder zumindest eng miteinander verflochten sind. Wer kennt wessen PIN? Darf das Smartphone des anderen f\u00fcr eine schnelle Google-Suche genutzt werden? Wie transparent soll der Standort miteinander geteilt sein? Wann kippt Vertrauen in Kontrolle?<\/p>\n\n\n\n<p>Solche Fragen werden in Familien selten offen besprochen. Gleichzeitig beeinflusst der allt\u00e4gliche Einsatz digitaler Ger\u00e4te Vertrauen, Autonomie und das Zusammenleben. Sprachassistenten im Wohnraum oder automatisch synchronisierte Fotos in Cloud-Diensten ver\u00e4ndern, wer Zugriff auf pers\u00f6nliche Informationen hat. Dadurch entstehen Situationen, in denen pers\u00f6nliche Informationen sichtbar oder nutzbar werden, ohne dass dies zuvor bewusst ausgehandelt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Privatheit wird in Partnerschaften h\u00e4ufig erst dann zum Thema, wenn es bereits zu sp\u00e4t ist, n\u00e4mlich dann, wenn digitale \u00dcberwachung, Tracking oder andere Formen digitaler Gewalt durch den (Ex-)Partner eskalieren. Der gesunde Umgang mit Privatheit beginnt viel fr\u00fcher: im bewussten Umgang mit privaten Schutzr\u00e4umen und im Respekt gemeinsamer Regeln. Diese Kompetenzen sind kein Selbstl\u00e4ufer, sondern m\u00fcssen, wie andere soziale Alltagsroutinen, gelernt, reflektiert und ausgehandelt werden. Das Kartenspiel er\u00f6ffnet einen spielerischen Rahmen, um diese oft unausgesprochenen Aushandlungen sichtbar zu machen und Paare dabei zu unterst\u00fctzen, gemeinsame Vorstellungen von digitaler Privatheit zu entwickeln, ohne dass es gleich konfliktgeladen werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p>In unserem Paper \u201e<em>Privacy Silence: Trust and Boundary-Setting in Mobile Phone Use Within Intimate Relationships<\/em>\u201c (Amirkhani et al. 2025) zeigen wir, wie Privatheit insbesondere in partnerschaftlichen Beziehungen als Tabuthema gilt, und bezeichnen dies als \u201ePrivacy Silence\u201c. Hier k\u00f6nnte das Kartenspiel helfen diese Themen zu \u00f6ffnen. Das gemeinsame Spielen senkt Hemmschwellen, macht Unsichtbares sichtbar und erm\u00f6glicht Gespr\u00e4che, die sonst kaum stattfinden w\u00fcrden. So wird das Kartenspiel zu einem Werkzeug, um <strong>digitale Privatheit in Beziehungen verhandelbar zu machen<\/strong> \u2013 insbesondere dort, wo Schweigen, Scham oder Unsicherheit dominieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Vulnerabilit\u00e4t und Diversit\u00e4t mitdenken<\/p>\n\n\n\n<p>Das im Forschungsprojekt entwickelte Konzept des spielerischen Datenschutzes l\u00e4sst sich leicht an besonders sensible Themen anpassen. Es hilft dabei, \u00fcber Ungleichheiten in der informationellen Selbstbestimmung zu sprechen, denn Privatheit ist nicht f\u00fcr alle gleich ist: Wer weniger \u00fcber digitale Technologien wei\u00df, hat meist auch weniger Kontrolle \u00fcber die eigenen Daten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Privacy Taboo<\/em> tr\u00e4gt dazu bei, solche <strong>Vulnerabilit\u00e4ten sichtbar zu machen<\/strong>: Teilnehmende erkennen, dass \u201ePrivatsph\u00e4re\u201c f\u00fcr verschiedene Menschen Unterschiedliches bedeutet \u2013 je nach Alter, Einkommen, Herkunft oder Technikzugang. Im Sinne einer <strong>diversit\u00e4tsgerechten Gestaltung digitaler Privatheit<\/strong> (wie sie auch das Projekt <a href=\"https:\/\/privacy4all.de\/\">DiversPrivat<\/a> anstrebt) er\u00f6ffnet die Methode also eine niedrigschwellige M\u00f6glichkeit, marginalisierte Stimmen einzubeziehen \u2013 nicht nur als Forschungsobjekte, sondern als aktive Mitgestaltende.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber Privatheit reden lernen<\/p>\n\n\n\n<p>Privatheit ist kein rein technisches oder juristisches Problem \u2013 sie ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und der Kommunikation. Das <em>Privacy Taboo<\/em> zeigt, dass man \u00fcber Datenschutz <strong>sprechen<\/strong> kann, ohne zu belehren. Es schafft Momente des Nachdenkens, der Empathie und des Perspektivwechsels \u2013 gerade in Umgebungen, wo Schweigen sonst die Regel ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir \u00fcber digitalen Privatheitsschutz sprechen, sollten wir nicht nur neue Tools oder Gesetze fordern, sondern auch neue Formen des Gespr\u00e4chs entwickeln. Das Kartenspiel ist ein kleiner Beitrag dazu \u2013 und eine Einladung, gemeinsam herauszufinden, wie wir digitale Privatheit f\u00fcr alle gestalten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Werkzeug f\u00fcr Forschung und Vermittlung<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der guten Erfahrung im Forschungsprojekt sehen wir das Kartenspiel als ein vielseitig einsetzbares Werkzeug, das in ganz unterschiedlichen Kontexten genutzt werden kann:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>in <strong>Forschungsprojekten<\/strong>, um Einstellungen zu digitaler Privatheit zu explorieren;<\/li>\n\n\n\n<li>in der <strong>Bildungsarbeit<\/strong>, um Jugendliche oder Senior:innen f\u00fcr Datenschutzthemen zu sensibilisieren;<\/li>\n\n\n\n<li>in <strong>Beratung und Partizipation<\/strong>, um Betroffene aktiv einzubeziehen.&nbsp;<br><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Akter, M., Godfrey, A. J., Kropczynski, J., Lipford, H. R., &amp; Wisniewski, P. J. (2022). From parental control to joint family oversight: Can parents and teens manage mobile online safety and privacy as equals?.&nbsp;Proceedings of the ACM on Human-Computer Interaction,&nbsp;6(CSCW1), 1-28.<\/p>\n\n\n\n<p>Amirkhani, S., Gerami, F., Alizadeh, M., Randall, D., &amp; Stevens, G. (2025, April). Privacy Silence: Trust and Boundary-Setting in Mobile Phone Use Within Intimate Relationships. In&nbsp;<em>Proceedings of the Extended Abstracts of the CHI Conference on Human Factors in Computing Systems<\/em>&nbsp;(pp. 1-7).<\/p>\n\n\n\n<p>Berkholz, J., Rahman, A., &amp; Stevens, G. (2025). Playing with Privacy: Exploring the Social Construction of Privacy Norms Through a Card Game.&nbsp;<em>Proceedings of the ACM on Human-Computer Interaction<\/em>,&nbsp;<em>9<\/em>(1), 1-23.<\/p>\n\n\n\n<p>McDonald, N., &amp; Forte, A. (2020, April). The politics of privacy theories: Moving from norms to vulnerabilities. In&nbsp;Proceedings of the 2020 CHI conference on human factors in computing systems&nbsp;(pp. 1-14).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber die Autoren<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"padding-top:0;padding-right:0;padding-bottom:0;padding-left:0;flex-basis:50%\">\n<p>Dr. Jenny Berkholz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl f\u00fcr Wirtschaftsinformatik, insbesondere IT-Sicherheit und Datenschutz, an der Universit\u00e4t Siegen. In ihrer Forschung untersucht sie, wie sich Konsumpraktiken im digitalen Raum ver\u00e4ndern und wie Technologien soziale Normen, insbesondere im Bereich Privatheit, mitpr\u00e4gen. Im Projekt BeDeNUTZ besch\u00e4ftigt sie sich zudem mit verbraucherfreundlichen digitalen Konsumumgebungen und neuen Formaten der Verbraucherberatung. 2025 promovierte sie mit der Arbeit \u201eConsumer Practices in Transition: Negotiating Social Norms and the Democratization of Digital Consumption\u201c.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"padding-top:0;padding-right:0;padding-bottom:0;padding-left:0;flex-basis:50%\">\n<p>Sima Amirkhani ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut f\u00fcr Verbraucherinformatik der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und promoviert am Lehrstuhl f\u00fcr Wirtschaftsinformatik, insbesondere IT-Sicherheit und Datenschutz, der Universit\u00e4t Siegen zu den Themen digitale Privatheit im sozialen Nahumfeld und Romance Scam. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf den kulturellen und sozialen Kontexten digitaler Betrugsformen und darauf, wie diese die Verwundbarkeit von Nutzer:innen beeinflussen.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"padding-top:0;padding-right:0;padding-bottom:0;padding-left:0;flex-basis:50%\">\n<p>Prof. Dr. Gunnar Stevens ist Professor f\u00fcr Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt IT-Sicherheit und Verbraucherinformatik an der Universit\u00e4t Siegen. Am Lehrstuhl erforscht er nutzerzentrierte IT-Sicherheit und Datenschutz mit dem Ziel, die digitale Souver\u00e4nit\u00e4t von B\u00fcrger:innen zu st\u00e4rken. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Verbraucherinformatik sowie Usable Privacy und Security. In zahlreichen national gef\u00f6rderten Projekten, darunter AntiScam, BeDeNUTZ, SAM-Smart und CheckMyVA, untersucht er, wie Sicherheitsrisiken verst\u00e4ndlich vermittelt, transparente Systemarchitekturen gestaltet und Privacy-by-Design-Prinzipien in digitale Technologien integriert werden k\u00f6nnen. Seit 2024 ist er Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Bundesamts f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zum Thema digitaler Datenschutz.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir suchen immer neue Beitr\u00e4ge f\u00fcr unseren Blog &#8211; einen Call mit allen relevanten Informationen findet ihr hier! 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