{"id":975,"date":"2026-04-07T13:05:06","date_gmt":"2026-04-07T11:05:06","guid":{"rendered":"https:\/\/privacy4all.de\/startseite\/?p=975"},"modified":"2026-04-07T13:05:06","modified_gmt":"2026-04-07T11:05:06","slug":"komplexes-kommunizieren-spannungsfelder-inklusiver-wissenschaftskommunikation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/privacy4all.de\/startseite\/komplexes-kommunizieren-spannungsfelder-inklusiver-wissenschaftskommunikation\/","title":{"rendered":"Komplexes Kommunizieren: Spannungsfelder inklusiver Wissenschaftskommunikation"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Wir suchen immer neue Beitr\u00e4ge f\u00fcr unseren Blog &#8211; einen Call mit allen relevanten Informationen findet ihr <a href=\"https:\/\/privacy4all.de\/startseite\/call-for-blogbeitraege\/\">hier<\/a>!<\/strong><\/p>\n\n\n\n\n\n<p>von <a href=\"https:\/\/uni-tuebingen.de\/forschung\/zentren-und-institute\/internationales-zentrum-fuer-ethik-in-den-wissenschaften\/team\/martin-hennig\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\">Dr. Martin Hennig<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Insbesondere seit der Corona-Pandemie werden Fragen nach dem Einbezug m\u00f6glichst gro\u00dfer Bev\u00f6lkerungsgruppen in den Wissenschaftsdialog diskutiert (vgl. <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1186\/s12889-023-15295-6\">H\u00e4fliger\/Diviani\/Rubinelli 2023<\/a>). Schon l\u00e4nger jedoch gilt eine partizipative und dialogorientierte Wissenschaft als \u201aGoldstandard\u2018 der Wissenschaftskommunikation (<a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/spp\/article-abstract\/35\/7\/489\/1696198?redirectedFrom=fulltext\">Felt\/Fochler 2008<\/a>; auch <a href=\"https:\/\/www.wissenschaftskommunikation.de\/partizipative-wissenschaftskommunikation-promises-and-pitfalls-56581\/\">Mede 2022<\/a>). Das Konzept ist dabei in Abgrenzung von einem Bild von Wissenschaftskommunikation zu verstehen, die der einseitigen Vermittlung von Fakten dient, ohne einen R\u00fcckkanal oder alternative Kommunikationsformen zu ber\u00fccksichtigen. Doch die Frage, mit wem und wie man in einen Wissenschaftsdialog treten sollte, der sich auch an bislang vernachl\u00e4ssigte Adressat*innen und\/oder vulnerable Gruppen richtet, ist komplex. Vulnerabel sind hier Personengruppen, die strukturell eingeschr\u00e4nkte Zug\u00e4nge oder geringere Repr\u00e4sentation und Wirkmacht in \u00f6ffentlichen Kommunikationsr\u00e4umen haben, wie z. B. Kinder und Jugendliche, Menschen mit kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen, Migrant*innen, usw. Diese Zusammenh\u00e4nge werden in der Wissenschaftskommunikationsforschung im Projekt DiversPrivat adressiert. Einige der dort behandelten Fragen diskutiert der folgende Beitrag. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Probleme inklusiver Wissenschaftskommunikation<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Vor diesem Hintergrund der Diversit\u00e4t von Adressat*innen zeigen Ans\u00e4tze dialogorientierter Wissenschaftskommunikation als Kommunikationsans\u00e4tze, bei denen Interaktion, wechselseitiger Austausch und Teilhabe zwischen Wissenschaft und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen, regelm\u00e4\u00dfig zwei Probleme:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Einerseits richtet sich selbst dialogorientierte Wissenschaftskommunikation f\u00fcr gew\u00f6hnlich an spezifische soziale Gruppen \u2013 in der Regel schlicht die wissenschaftlich interessierte \u00d6ffentlichkeit.&nbsp; Aus Zeit- und Budgetgr\u00fcnden wird sich auch mit Blick auf marginalisierte oder vulnerable Gruppen h\u00e4ufig an \u201alow hanging fruits\u2018 gerichtet, die erreichbar sind, ohne etablierte Kommunikationskonventionen grundlegend \u00e4ndern zu m\u00fcssen:<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt k\u00f6nnte man dialog- und partizipationsorientierter Wissenschaftskommunikation [\u2026] vorwerfen, dass sie oft nur ein bereits wissenschaftsaffines Publikum adressiere [\u2026] wissenschaftskritische Zielgruppen kaum erreiche, zudem empirisch schwach abgest\u00fctzt ist, und praktische Konsequenzen, ethische Implikationen und normative Standpunkte zu wenig diskutiert. (<a href=\"https:\/\/www.wissenschaftskommunikation.de\/partizipative-wissenschaftskommunikation-promises-and-pitfalls-56581\/\">Mede 2022<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei macht der Verweis auf die Ethik im Zitat andererseits deutlich, dass es mit einer kommunikativen Neuausrichtung nicht getan ist. Oftmals wird \u00fcbersehen, dass auch der dialogische Einbezug m\u00f6glichst vieler Menschen ethische Problematiken beinhaltet. Wer m\u00f6glichst alle erreichen will, muss seine Kommunikationsinhalte und Stile entsprechend anpassen, vereinfachen und massentauglich aufbereiten. Was f\u00fcr kommunikative Rollen von Wissenschaftler*innen erfordert also ein inklusives Wissenschaftsverst\u00e4ndnis? Und an wen richtet sich die Kommunikation?<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wissenschaft f\u00fcr wen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Im Forschungsprojekt \u201e<a href=\"https:\/\/www.wmk.itz.kit.edu\/2943.php?tab=%5B3245%5D#tabpanel-3245\">Wissenschaft f\u00fcr alle: Wie kann Wissenschaftskommunikation mit bisher nicht erreichten Zielgruppen gelingen?<\/a>\u201c des Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (o. J.) werden Diversity-Defizite von Wissenschaftskommunikation anhand dreier Dimensionen ausdifferenziert: 1.) individuelle Faktoren der Zielgruppe (mangelnde Bildung, mangelnde wissenschaftliche Bildung [<em>Scientific Literacy<\/em>], Alter\u2026), 2.) soziale Faktoren (kulturelle Barrieren, soziale Handlungsmuster\/Habitus, regionale Zugeh\u00f6rigkeit Stadt\/Land\u2026) und 3.) strukturelle Bedingungen (fehlender Zugang zur Zielgruppe, Komplexit\u00e4t der Inhalte, fehlende Dialogr\u00e4ume\u2026). Diese drei Dimensionen k\u00f6nnen sich auch addieren.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.ssoar.info\/ssoar\/handle\/document\/66846\">Schr\u00f6gel et al. (2018)<\/a> nennen allerdings noch weitere Faktoren, welche Menschen vom Wissenschaftsdialog exkludieren, die einem selbstgew\u00e4hlten Ausschluss entsprechen und deshalb auch keine klassischen Diskriminierungskategorien sind. Dazu geh\u00f6ren die politische und weltanschauliche \u00dcberzeugung und die daraus resultierenden Einstellungen gegen\u00fcber der Wissenschaft. Gerade in Zeiten, in denen sich weitreichende politische Transformationen in der Gesellschaft \u2013 auch in Richtung Wissenschaftsfeindlichkeit \u2013 abspielen (<a href=\"https:\/\/www.hiig.de\/wissenschaftsfeindlichkeit-in-deutschland\/\">Alexander von Humboldt Institut f\u00fcr Internet und Gesellschaft 2025<\/a>), zeigt sich hier eine bedeutsame Perspektive. &nbsp;Schlie\u00dflich sind Wissenschaftsvorbehalte keine rein individuellen Probleme. Wer keinen Zugang zu wissenschaftlichen Informationen hat oder sich nicht ernst genommen f\u00fchlt, ist anf\u00e4lliger f\u00fcr Desinformationen oder Verschw\u00f6rungstheorien. Wenn f\u00fcr einzelne Gruppen kein oder lediglich ein voraussetzungsreicher Zugang zu wissenschaftlichen Informationen existiert oder mangels Erfahrung keine Unterschiede mehr zwischen wissenschaftlichen und populistischen \u00c4u\u00dferungsformen erkannt werden k\u00f6nnen, macht das die Gesellschaft insgesamt anf\u00e4lliger f\u00fcr Desinformationen oder Verschw\u00f6rungstheorien. Und wenn sich Gruppen systematisch vom Wissenschaftsdialog ausgeschlossen f\u00fchlen, kann dies das Misstrauen gegen\u00fcber Wissenschaft und staatlichen Institutionen noch verst\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Strategien inklusiver Kommunikation<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ein inklusiver Wissenschaftsdialog bedeutet f\u00fcr Kommunikator*innen in erster Linie die eigene Rolle kritisch zu reflektieren. Dazu geh\u00f6rt, sich bewusst zu machen, dass jede Form des Sprechens eine bestimmte Perspektive einnimmt \u2013 insbesondere im Hinblick auf Machtverh\u00e4ltnisse im Dialog und soziale Ungleichheiten:<em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>[S]trategies for equity framing include asking science communicators to (1) become aware of their own positionality and partial perspectives, (2) name sources of inequity that arise from uneven power relations, and (3) find intersections with initiatives that are rooted in the experiences of disadvantaged communities. <a id=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.frontiersin.org\/journals\/communication\/articles\/10.3389\/fcomm.2020.00006\/full\">Polk\/Diver 2020<\/a>)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ernstnehmen anderer Perspektiven erfordert dabei \u201eein Umlernen, aber auch ein Verlernen, weil wir als Akademiker*innen nicht mehr das Wissen f\u00fcr uns gepachtet haben und alles besser wissen\u201c (Von Unger in <a href=\"https:\/\/www.wissenschaftskommunikation.de\/es-ist-viel-mehr-partizipation-moeglich-als-man-denkt-55809\/\">Dreyer 2022<\/a>). Entsprechend sind bislang marginalisierte und insbesondere vulnerable Gruppen bei der Wissenschaftskommunikation nicht nur mitzudenken, sondern idealerweise bereits in der Stufe der Formatkonzeption auf ihre Interessen und W\u00fcnsche hin zu befragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei erscheint es als attraktiv, multiplen Zielgruppen komplexe Sachverhalte \u00fcber Kommunikationsformate nahezubringen, welche eher an die Alltagswelt anschlie\u00dfen (vgl. <a href=\"https:\/\/blog.wikimedia.de\/2021\/06\/04\/wissenschaftskommunikation-und-ihre-facetten\/\">Behrens 2021<\/a>). Es stellt sich jedoch stets die Frage, inwiefern ver\u00e4nderte \u201eKommunikationsformen mit einem Wissenschaftskommunikationsideal vereinbar [sind], das Bef\u00e4higung und Erm\u00e4chtigung von Nicht-Wissenschaftler*innen in den Vordergrund stellt\u201c (<a href=\"https:\/\/www.wissenschaftskommunikation.de\/partizipative-wissenschaftskommunikation-promises-and-pitfalls-56581\/\">Mede 2022<\/a>; siehe auch <a href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Luisa%20Schmied\/AppData\/Local\/Microsoft\/Windows\/INetCache\/Content.Outlook\/44EVLQSJ\/doi.org\/10.1073\/pnas.1320645111\">Dahlstrom 2014<\/a>). Dies gilt beispielsweise f\u00fcr das Erz\u00e4hlen von Geschichten. So deutet sich bereits in der Forschung zu narrativen Strukturen in journalistischer Kommunikation eine entsprechende Ambivalenz an. \u00dcber Narrationen vermittelte Inhalte seien besser erinnerbar, unterhaltsamer und bes\u00e4\u00dfen das Potenzial, auch abstrakte Strukturen anschaulich zu vermitteln (vgl. Kinnebrock\/Bilandzic 2010, S. 360). Gleichzeitig zeigen sich auch Probleme: \u201eNarrationen tendieren zu Vereinfachung und Zuspitzung, sie haben eine Auswirkung auf die Auswahl von Themen (Narrationsfaktoren), sie transportieren zwangsl\u00e4ufig Wertungen, und sie besitzen ein Potenzial zur subtilen Persuasion.\u201c (<a href=\"https:\/\/www.db-thueringen.de\/receive\/dbt_mods_00022553\">Flath 2013<\/a>, S. 318\u2013319). &nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es gilt also sorgf\u00e4ltig abzuw\u00e4gen, welche Potenziale und Probleme ein Kommunikationsmuster jeweils mit sich bringt. Nutzt man z.B. Storytelling-Techniken, basieren diese h\u00e4ufig auf Personalisierungsrhetoriken, in dem Sinne, dass Wissenschaftler*innen eher als Personen und weniger als Vertreter*innen abstrakter Positionen dargestellt und wahrgenommen werden. Derartige Verschiebungen lassen sich zumindest ansatzweise durch die Schaffung verschiedener R\u00e4ume kompensieren, die auch unterschiedliche Kommunikationsstile erlauben, sowie durch institutionelle Transparenz, welche die Eigenlogiken des Wissenschaftssystems konsequent und verst\u00e4ndlich nach Au\u00dfen kommuniziert und im Sinne von <em>Scientific Literacy<\/em> nachvollziehbar macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus sind im inklusiven Wissenschaftsdialog auch interaktive und partizipative Kommunikationskontexte genauer auf die ihnen innewohnenden Machtkonstellationen zu reflektieren. So bringt der Medienwissenschaftler Hartmut Winkler gerade das Konzept der aktiven Teilhabe in einen grundlegenden Zusammenhang mit Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber den herrschenden Machtverh\u00e4ltnissen (vgl. Winkler 2006). Weiter geht es aus machtkritischer Perspektive um (Wissens-)Voraussetzungen zur Dialogteilnahme. Denn selbst wenn etwa bei einem digitalen Wissenschaftskommunikationsformat die entsprechenden Hardware-Voraussetzungen gegeben sind, bleibt die Frage, welche bestehenden Wissensbest\u00e4nde vorliegen m\u00fcssen, um avancierte technische Angebote wie VR-Schulungen in einer angemessenen Weise zu nutzen. Genau wie die Hardware und entsprechende Finanzierungsm\u00f6glichkeiten kann auch die Nutzungskompetenz stark variieren (was sich schon an den seit Jahrzehnten andauernden Diskussionen um <em>Media Literacy<\/em>, <em>Privacy Literacy<\/em> oder neuerdings <em>AI Literacy<\/em> zeigt). Umgekehrt sollte inklusive Wissenschaftskommunikation in ihrer Defizitorientierung darum bem\u00fcht sein, soziale Gruppen in der Ansprache nicht ausschlie\u00dflich auf eben jene Merkmale zu reduzieren, die sie bislang vom Wissenschaftsdialog ausgeschlossen haben, um nicht stigmatisierend zu wirken. &nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht zuletzt muss \u00fcber grunds\u00e4tzliche Ver\u00e4nderungen der institutionellen Rahmenbedingungen f\u00fcr Wissenschaftskommunikation nachgedacht werden, etwa im Sinne einer F\u00f6rderlandschaft, die Kommunikationsanstrengungen auch und gerade an schwer erreichbare Zielgruppen belohnt bzw. in der Projektfinanzierung erm\u00f6glicht und konsequent mitdenkt. Unterst\u00fctzungs- und Schulungsangebote f\u00fcr Wissenschaftler*innen, die sich an entsprechende Zielgruppen wenden wollen, sind unerl\u00e4sslich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Fazit<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Perspektiven, Bed\u00fcrfnisse und Erfahrungen sind vielf\u00e4ltig. Eine m\u00f6glichst inklusive Wissenschaftskommunikation hat nicht nur eine Demokratisierung des Wissens zum Ziel, sondern verbessert im besten Fall auch die Qualit\u00e4t und Relevanz von Forschung. Dabei kann nat\u00fcrlich nicht jede Gesellschaftsgruppe stets konsequent in den wissenschaftlichen Dialog einbezogen werden. Allerdings ist es gerade in F\u00e4llen, in denen marginalisierte und besonders vulnerable Gruppen von wissenschaftlicher Forschung betroffen sind, unumg\u00e4nglich, diese bereits in der Konzeptionsphase von Kommunikationsformaten zu adressieren und im Projektverlauf konsequent mitzudenken. Idealerweise wird es durch die Einbeziehung verschiedener Perspektiven und Lebenserfahrungen auch m\u00f6glich, blinde Flecken im Forschungskonzept zu identifizieren, neue Fragen aufzuwerfen und innovative L\u00f6sungen f\u00fcr diese Gruppen zu entwickeln. Dies gilt auch f\u00fcr den Dialog mit wissenschaftsfernen Gruppen, der potenziell \u00fcber neue Arten und Weisen der Wissenschaftskommunikation und Inhalteaufbereitung (und deren Probleme) reflektieren l\u00e4sst, wie hier anhand von Storytelling-Techniken diskutiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\" id=\"_ftn1\">[1]<\/a> \u201eStrategien f\u00fcr eine gerechte Darstellung umfassen die Aufforderung an Wissenschaftskommunikatoren, (1) sich ihrer eigenen Position und ihrer partiellen Perspektiven bewusst zu werden, (2) Ursachen f\u00fcr Ungleichheit zu benennen, die aus ungleichen Machtverh\u00e4ltnissen resultieren, und (3) Schnittstellen zu Initiativen zu finden, die auf den Erfahrungen benachteiligter Gemeinschaften basieren\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Literatur <\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alexander von Humboldt Institut f\u00fcr Internet und Gesellschaft (2025): <em>Wissenschaftsfeindlichkeit: Was wir wissen und was wir gegen sie tun k\u00f6nnen.<\/em> URL: <a href=\"https:\/\/www.hiig.de\/wissenschaftsfeindlichkeit-in-deutschland\/\">https:\/\/www.hiig.de\/wissenschaftsfeindlichkeit-in-deutschland\/<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Behrens, Sarah Isabella (2021): Wissenschaftskommunikation und ihre Facetten. In: <em>Wikimedia Deutschland<\/em>. URL: <a href=\"https:\/\/blog.wikimedia.de\/2021\/06\/04\/wissenschaftskommunikation-und-ihre-facetten\/\">https:\/\/blog.wikimedia.de\/2021\/06\/04\/wissenschaftskommunikation-und-ihre-facetten\/<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Dahlstrom, Michael F. (2014): Using narratives and storytelling to communicate science with nonexpert audiences. In: <em>Proceedings of the National Academy of Sciences<\/em> 111 (supplement_4), S. 13614\u201313620. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.1320645111\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.1073\/pnas.1320645111<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Dreyer, Inga (2022): \u201eEs ist viel mehr Partizipation m\u00f6glich, als man denkt\u201c. In: <em>wissenschaftskommunikation.de. <\/em>URL: <a href=\"https:\/\/www.wissenschaftskommunikation.de\/es-ist-viel-mehr-partizipation-moeglich-als-man-denkt-55809\/\">https:\/\/www.wissenschaftskommunikation.de\/es-ist-viel-mehr-partizipation-moeglich-als-man-denkt-55809\/<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4fliger, Clara\/Diviani, Nicola\/Rubinelli, Sara (2023): Communication inequalities and health disparities among vulnerable groups during the COVID-19 pandemic &#8211; a scoping review of qualitative and quantitative evidence. <em>BMC Public Health<\/em> 23. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1186\/s12889-023-15295-6\">https:\/\/doi.org\/10.1186\/s12889-023-15295-6<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Felt, Ulrike\/Fochler, Maximilian (2008): The bottom-up meanings of the concept of public participation in science and technology. <em>Science and Public Policy<\/em> 35 (7), S. 489\u2013499. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3152\/030234208X329086\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/doi.org\/10.3152\/030234208X329086<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Flath, Herbert (2013): <em>Storytelling im Journalismus.<\/em> Ilmenau: Univ. Diss. <a href=\"https:\/\/www.db-thueringen.de\/receive\/dbt_mods_00022553\">https:\/\/www.db-thueringen.de\/receive\/dbt_mods_00022553<\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) (o. J.): <em>Nicht-erreichte Zielgruppen in der Wissenschaftskommunikation.<\/em>&nbsp;URL:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wmk.itz.kit.edu\/2943.php?tab=%5B3235%5D#tabpanel-3235\">https:\/\/www.wmk.itz.kit.edu\/2943.php?tab=%5B3235%5D#tabpanel-3235<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Kinnebrock, Susanne\/Bilandzic, Helena (2010): Boulevardisierung der politischen Berichterstattung? Konstanz und Wandel von Nachrichten- und Narrativit\u00e4tsfaktoren in Tageszeitungen. In: Arnold, Klaus et al. (Hg.): <em>Von der Politisierung der Medien zur Mediatisierung des Politischen? Zum Verh\u00e4ltnis von Medien, \u00d6ffentlichkeiten und Politik im 20. Jahrhundert<\/em>. Leipzig: Leipziger Universit\u00e4tsverlag, S. 347\u2013362.<\/p>\n\n\n\n<p>Mede, Nils (2022): Partizipative Wissenschaftskommunikation: Promises and Pitfalls.In: <em>wissenschaftskommunikation.de.<\/em>&nbsp;URL:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wissenschaftskommunikation.de\/partizipative-wissenschaftskommunikation-promises-and-pitfalls-56581\/\">https:\/\/www.wissenschaftskommunikation.de\/partizipative-wissenschaftskommunikation-promises-and-pitfalls-56581\/<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Polk, Emily\/Diver, Sibyl (2020): Situating the Scientist: Creating Inclusive Science Communication Through Equity Framing and Environmental Justice. <em>Sec. Science and Environmental Communication<\/em> 5 (2020). https:\/\/doi.org\/10.3389\/fcomm.2020.00006.<\/p>\n\n\n\n<p>Schr\u00f6gel, Philipp\/Humm, Christian\/Le\u00dfm\u00f6llmann, Annette\/Kremer, Bastian\/Adler, Jona\/Wei\u00dfkopf, Markus (2018): <em>Nicht erreichte Zielgruppen in der Wissenschaftskommunikation: Literatur-Review zu Exklusionsfaktoren und Analyse von Fallbeispielen.<\/em> Berlin: Wissenschaft im Dialog gGmbH. https:\/\/nbn-resolving.org\/urn:nbn:de:0168-ssoar-66846-1.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Winkler, Hartmut (2006): Nicht handeln. Versuch einer Wiederaufwertung des couch potato angesichts der Provokation des interaktiv Digitalen. In: Fahle, Oliver\/Engell, Lorenz (Hg.): <em>Philosophie des Fernsehens<\/em>. M\u00fcnchen: Wilhelm Fink, S. 93\u2013101.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber den Autor<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"padding-top:0;padding-right:0;padding-bottom:0;padding-left:0;flex-basis:50%\">\n<p>Dr. Martin Hennig ist Mitarbeiter im <a href=\"https:\/\/privacy4all.de\/startseite\/diversprivat-das-sind-wir\/\" title=\"\">Projekt DiversPrivat<\/a>. <br>Er ist Medienkulturwissenschaftler und Teamleiter im Bereich Medien und Digitalisierung am Internationalen Zentrum f\u00fcr Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universit\u00e4t T\u00fcbingen.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\"><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir suchen immer neue Beitr\u00e4ge f\u00fcr unseren Blog &#8211; einen Call mit allen relevanten Informationen findet ihr hier! von Dr. Martin Hennig Insbesondere seit der Corona-Pandemie werden Fragen nach dem Einbezug m\u00f6glichst gro\u00dfer Bev\u00f6lkerungsgruppen in den Wissenschaftsdialog diskutiert (vgl. H\u00e4fliger\/Diviani\/Rubinelli 2023). 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